Diese Webseite stellt den Stand des Energiekonzepts im Jahr 2000 dar. Inzwischen sind wir deutlich weiter. Pellworm ist heute eine CO2 - Senke.

Eine aktualisierte Darstellung folgt in Kürze.

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ENERGIEN DER ZUKUNFT

Energie-Vision

Die gesamte Energieversorgung der nordfriesischen Insel Pellworm wird zu allen Jahreszeiten durch Windkraft, Sonne und Biomasse sichergestellt: Kreislaufwirtschaft heisst das ökonomisch und ökologisch erfolgreiche Modell.

Die Kraft von Wind, Sonne, Wasser, der Gezeiten, Umwelt- und Erdwärme sind nutzbare Energieformen, die unbegrenzt zur Verfügung stehen oder die sich in kurzen Zeitabständen wieder erneuern. Sie alle werden "frei Haus" geliefert und unter dem Begriff regenerative (oder auch erneuerbare, alternative, unerschöpfliche) Energien zusammengefasst.

Der Energiekreislauf

Auch Biomasse (Holz, schnellwachsende Pflanzen o.ä.) zählt zu diesen Energiequellen, obwohl sie nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Aber Biomasse kann unter Berücksichtigung des Fruchtwechsels in regelmässiger Folge gesät und geerntet werden, ohne dass ein endgültiger Verbrauch dieser Vorräte droht.

Diese erneuerbaren Energien zu nutzen heisst, den CO2-Haushalt nicht weiter zu belasten. Denn bei der Umwandlung der regenerativen Energiequellen zum Beispiel durch Verbrennen wird nur soviel Kohlendioxid an die Atmosphäre abgegeben, wie die Pflanzen während ihres Wachstums gebunden haben. Dieser Energiekreislauf ist also CO2-neutral.

 



Pellworm im Jahr 2010

Wir schreiben das Jahr 2010: Pellworm ist auf dem Weg in eine menschen- und naturfreundliche Zukunft ein Stück vorangekommen. Konventionelle und ökologische Landwirtschaft sorgen für ausreichendes Einkommen der Inselbevölkerung. Inselleben und Fremdenverkehr unterstützen sich gegenseitig, ohne die Natur zu zerstören.

Utopie: Alle Insulaner machen mit?

Der Energieverbrauch in den Häusern ist durch weitreichende Massnahmen deutlich reduziert worden. Bei der Renovierung von Häusern wurde auf effiziente Energiesparmassnahmen geachtet, moderne Heizungsanlagen mit Wärmepumpen nutzen die Kraft der Erde, Blockheizkraftwerke versorgen einzelne Siedlungsgebiete mit Wärme. Alle Pellwormer haben ihre "Energieschleudern", alte Haushaltsgeräte, ausgemustert und auf solche mit modernster Energiespartechnik umgestellt. Die Installation von Solarthermieanlagen und ein bewusster Umgang mit Energie ist für die Inselbewohner und die Touristen zum Regelfall geworden. Im Vergleich zum Jahr 1999 wurden noch einmal 50% der damals verbrauchten Energie eingespart.

Utopie: Energie aus Wind, Sonne, Pflanzen?

Mehrere Windkraftanlagen produzieren 15.000 Megawatt Strom. Ein Photovoltaikfeld steuert 450 Megawatt zur Energieversorgung bei – und ist nebenbei, als Europas grösstes Hybridkraftwerk, eine Touristenattraktion. Ein Biomasse-Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 7.000 Megawatt Strom und Wärme hält die Wohnungen in der Siedlung Tammensiel am Hafen warm und versorgt ebenso das Hallenbad und die Mutter-Kind-Klinik. Fehlen Wind oder Sonne, kann das Blockheizkraftwerk die Flautenzeiten mit erhöhter Stromproduktion überbrücken.

Energieleitstelle

Für entlegene Kleinsiedlungen auf Pellworm sind kleinere Blockheizkraftanlagen installiert. Intelligente Steuerungssysteme stimmen den Verbrauch von Haushaltsgeräten auf das aktuelle Energieangebot ab. In einer zentralen Energieleitstelle laufen alle Informationen zum aktuellen Energieangebot und -verbrauch zusammen. Das komplizierte Zusammenspiel von Energieströmen aus Wind, Sonne und Biomasse wird hier gesteuert.

Utopie: Neutrale CO2-Bilanz?

Für die Energieversorgung der Insel wird nicht mehr auf seit Millionen von Jahren gelagerte Brennstoffe zurückgegriffen. CO2 wird nur noch in dem Masse freigesetzt, wie es im gleichen Zeitpunkt auf Pellworm von Pflanzen gespeichert wird. Die Inselbewohner sind im Jahr 2010 zu Recht stolz, dass die CO2-Bilanz der Energieversorgung auf Pellworm neutral ist.

Wie realistisch diese Vision ist, zeigen die einzelnen Aspekte des Energiekonzeptes.

 
 
 

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